Im vorigen Posting hatte ich ja das Thema Bildung schon aufgegriffen und möchte nun Beispiele für die praktische Anwendung, oder auch Nichtanwendung derselbigen zeigen. Ich für meinen Teil würde von euch gern
einmal wissen, wie ihr es findet, dass das Schulpersonal mit
Bildungsauftrag selbst ein gehöriges Portiönchen Bildung vertragen
könnte. Doch schaut einfach mal selbst.
Die Kids sind gemeinsam in einer Klasse. Unlängst haben sie eine
Klassenarbeit in Form eines Aufsatzes zu dem wunderschönen Thema Pippi Langstrumpf geschrieben.
Großes Thema der letzten Wochen war die
grammatikalische Regel, dass Aufzählungen mit Komma formuliert werden.
Man darf also davon ausgehen, dass die Anwendung dieser Grammatikregel in
die Bewertung eines Aufsatzes mit einfließt. Doch dies setzt voraus,
dass ein Lehrer Fehler in der Anwendung - oder wie hier Nichtanwendung -
findet und markiert:
Pippi, (ja, hier gehört ein Komma gesetzt, so man es denn richtig weiß) Thomas und Annika machen eine Fahrradtour.
Gut erkannt hat die Grundschullehrerin unserer Schule, dass man
Fahrradtour mit d schreibt. Aber schreibt man´s auch ohne t?

Beim Vornamen des Mädchen Langstrumpf herrscht zwischen meinem Sohn und der studierten Lehrerin wohl Uneinigkeit.
Während Sohn sich für die korrekte Schreibweise mit
einem P und zwei p entscheidet, entschließt sich die kompetente
Fachkraft mit Bildungsauftrag für eine andere Schreibweise - nämlich mit
ohne 2 p:
Naja, man kann ja auch als Lehrkraft nicht alles
wissen und Fehler kommen ja schon mal vor, so eine der beiden
Lehrbeauftragten im Elterngespräch, als darauf von uns angesprochen.
Wohl, weil mein Sohn und alle anderen Kids der
Grundschulklasse die Schreibweise mit 3 p kontinuierlich bevorzugt
haben, war wohl die Lehrerin leicht verunsichert und beschloss, nun
sich der 3-p-Variante doch anzuschließen:
Manchmal gibt es auch Wörter, die Verben sind, aber durch einen vorangestellten Artikel groß geschrieben werden.
Schön, dass Lehrpersonal es grob andeutet und
immerhin es schafft, eigene Fehler selbst zu erkennen. Zum Glück gibt es
Tippex, dann sieht´s nicht ganz so doof aus ;-)
Allerdings scheint es so, als war der Fehlerfund
nicht mehr, wie nur ein Glückstreffer - denn hier konnten
Rechtschreibregeln nur bedingt bei Wie-Wörtern erfolgreich angewandt
werden:
Naja, man kann ja auch nicht alles wissen. Auch nicht, dass es nach dem Satzende groß weiter gehen könnte:
Als Schüler hat man´s beim Lernen unter solchen Lehrkompetenzen echt schwer und es ist schon eine Zumutung, dass solch mehr oder weniger fähigen Lehrerinnen den Bildungsstand einer ganzen Klasse zensieren dürfen - und selbst dabei noch Fehler zusammenmurksen:
Im Elterngespräch drauf angesprochen, dass die Lehrkräfte 1. selbst reichlich Fehler fabrizieren und 2. sogar Fehler der Kinder übersehen, antwortete man ganz cool: "Seien Sie doch froh, denn sonst wären die Noten der Kinder schlechter!"
Nein, wir sind nicht froh darüber, denn Kinder haben ein Recht auf Bildung - nicht auf solche Lehrer, die übrigens nicht nur nicht schreiben und korrigieren, sondern auch nicht rechnen können:
Ich bin mir sicher, dass solche Lehrkräfte nur deshalb in Lohn und Brot beim Staat stehen, weil sie in der freien Wirtschaft wegen Inkompetenz nichtmals zum Kopieren abgestellt würden. Bedauerlich, dass man diese studierten Lehrer nicht ebenfalls benoten kann, denn dieser Leistungstand wäre glatt
UNGENÜGEND.